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  Wassertemperatur der Aare
   2.9.2010 | 23:40 Uhr
15.4º CDie Wassertemperatur sinkt
                                
Das Bundeshaus einmal marzili - immer marzili Die Aare aus der Luft Der Ausstieg im Marzili

Jahreswerte
 21.6º C16.7.201015:40  
 2.7º C16.2.20109:20  
 
Aarehistory 
03.09.200700.10 Uhr14.1 º C
03.09.200500.10 Uhr15.5 º C
03.09.200400.40 Uhr16.5 º C
03.09.200300.40 Uhr15.8 º C
03.09.200200.55 Uhr14.9 º C
 
Aareschwumm Index[mehr]
   62  
Badebedingungen: Erträglich
 
Ds'Marzili Wätter[mehr]
VormittagNachmittagAbend
14º C21º C18º C
 
D'Bärner Luft[mehr]
Luft 16.3 º C
Ozon3.9 µg/m3
RegenNein
 
Abfluss/Pegel[mehr]
Abflussmenge197.86 m3/s
Pegel502.63 m.ü.M
 
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Marzili damals
Badeaufsicht, ein Text von Peter Gygax (9701 mal gelesen)
Kunde über die erste organisierte und bezahlte Badeaufsicht ist uns aus dem Jahre 1806 überliefert. Damals wurde das Bubenseeli im unteren Teil nach den Planen von Werkmeister Haller zum Baden hergerichtet. Das Bad lag somit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Holzlagerplatz. Deshalb beauftragte die Stadt den damaligen Holzlageraufseher nebenamtlich mit der Badeaufsicht. Er wurde dafür mit sechzehn Livres pro Saison entlöhnt und soll bereits im ersten Jahr seines Wirkens vier "Trinklinge" gerettet haben. Bernhard Wirschi, so hiess der Mann, hat seine Tätigkeit bis ins Jahr 1835 ausgeübt. Der nächste erwähnte Aufseher ist Johann Bürki; er amtete von 1846 bis 1850. Sein Name taucht in Zusammenhang mit dem Rechtshandel zwischen der Stadt und den unteren Inselbesitzern auf. Bürki übernahm 1850 die untere Inselhälfte aus der Konkursmasse der früheren Besitzer. Sie waren diejenigen, welche der Öffentlichkeit das alte Baderecht streitig machten. Bürki lenkte nicht, wie von der Stadt erhofft, ein, sondern übernahm, kaum war er rechtens Besitzer geworden, die Argumentation seiner Vorgänger. Da er bald darauf verstarb, erlebte er den Ausgang des Handels nicht mehr (er wurde von der Stadt gewonnen). Da auch in der akademischen Badeanstalt eine Aufsicht bestand, gab es zu jener Zeit, also 1822 bis ungefähr 1920, wohl zwei Badeaufseher. Derjenige des Bubenseelis war ein städtischer, derjenige der akademischen Badeanstalt ein kantonaler Angestellter. Nach der Erweiterung in den Jahren 1928 bis 1930 wurden das Frauen-, das Manner- und das Familienbad als drei selbständige organisatorische Einheiten geführt. Entsprechend erhielt jedes der Bader je einen Bademeister mit Hilfskraft  zugeteilt. Die jeweiligen Amtsinhaber wohnten in den eigens zu diesem Zweck gebauten, mit einer Ausnahme noch bestehenden "Wärterhäusern" . Sie waren Polizeibeamte, die wahrend der Badesaison ins Mazili kommandiert wurden Dort versahen sie einen strengen Dienst: Auf dem Papier war ihnen zwar ein halber Freitag pro Woche zugesichert, in Wirklichkeit arbeiteten sie bei schönem Wetter an sieben Tagen je zehn bis zwölf Stunden. Die Namen dieser Leute, Stettler, Lergier, Müsli und Bleuer im Bueber, Fuhrer, Spicher und Ita im Familienbad, Rüegger und Suter im Frauenbad, sind bestimmt noch vielen bekannt. Nach der Umgestaltung von 1968 bis 1972 wurde die Aufsicht reorganisiert. Seit damals sind einem festangestellten Badeleiter vier saisonal angestellte Badeaufseherlnnen unterstellt. Sie üben die Badeaufsicht in den Schwimmbecken und der Aare längs dem Marzili aus. Die Badeaufsicht entlang der Aare oberhalb des Bades wird vom Rettungsdienst der Stadtpolizei wahrgenommen. Mitte der sechziger Jahre wurde sie, infolge einer Häufung von Todesfallen, die vor allem Ausländer betraf, bis zum Eichholz ausgedehnt. Die organisatorische Eingliederung der statischen Badeanstalten in die Polizeidirektion wurde unter dem neuen Modell beibehalten. In der Abteilung 4 , der Dienststelle Sanitätspolizei, amtet der Leiter der statischen Badeanstalten. Gegenwärtig versieht Herr Ita, ein ehemaliger Leiterdes Marzilibades, diesen Posten. Als oberster Chef wacht der Polizeidirektor über unsere Bäder. Sie stellen vermutlich den angenehmsten Teil seiner Aufgabe dar. Daran haben wohl nicht einmal die erfolgten Auseinandersetzungen um das 50-m-Wettkampfbecken oder etwa die Eintrittsgebühren etwas geändert.
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