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  Wassertemperatur der Aare
   2.9.2010 | 23:40 Uhr
15.4º CDie Wassertemperatur sinkt
                                
Das Bundeshaus einmal marzili - immer marzili Die Aare aus der Luft Der Ausstieg im Marzili

Jahreswerte
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Aarehistory 
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Aareschwumm Index[mehr]
   62  
Badebedingungen: Erträglich
 
Ds'Marzili Wätter[mehr]
VormittagNachmittagAbend
14º C21º C18º C
 
D'Bärner Luft[mehr]
Luft 16.3 º C
Ozon3.9 µg/m3
RegenNein
 
Abfluss/Pegel[mehr]
Abflussmenge197.86 m3/s
Pegel502.63 m.ü.M
 
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Marzili damals
Oben ohne, ein Text von Peter Gygax (21771 mal gelesen)
Wenn ich mich nicht täusche, begann es 1976, ganz natürlich und unspektakulär, gestützt von dem europaweit aufkommenden neuen Körperbewusstsein, das unter anderem auch das Tanzen und Joggen neu belebte. Ein paar Frauen setzten sich über bisher gültige Konventionen hinweg und verzichteten auf das Oberteil. Einige taten es aus Freude am möglichst ungebundenen Sonnenbaden und nahtloser Bräune, andere sehen darin ein äusseres Zeichen der Gleichberechtigung, dritte tun es den Männern zuliebe. Von der Modeindustrie wurden die Einteiler "Monokini" oder "Topless" genannt. Wahrscheinlich sollte damit unterstrichen werden, dass es sich dabei nicht um ein halbes Bikini, sondern um ein neues Produkt handle. Die Einführung dieser neuen Freiheit scheiterte beim ersten zaghaften Anlauf im Jahre 1964 noch am Veto der Justiz. Nun setzte sie sich erstaunlich schnell durch. Was anfangs mancherorts als bernische Extravaganz und kurzlebige Modeströmung eingestuft wurde, der  Boulvardpresse als willkommene Sensation und selbsternannten Moralaposteln zu Profilierungsversuchen diente, ist in der Zwischenzeit für frau- und männiglich zur Selbstverständlichkeit geworden. (Apropos Boulevardpresse: Auf der Suche nach dem unverzichtbaren Oben-oh-ne-Bild habe ich die Fotoarchive der Berner Tageszeitungen, verschiedene Bild agenturen und viele Fotografen abgeklopft. Fündig wurde ich schliesslich in Zürich beim Ringier-Dokumentationsdienst! Die hübsche junge Frau auf der Abbildung (siehe Link Bild) war also vermutlich bereits im "Blick" zu Gast. Das lässt mich hoffen, dass sie nichts dagegen hat, hier diese wichtige Zäsur in der Marziligeschichte zu dokumentieren.) Die Befürchtung, dass ein so freies Zurschaustellen unbestrittener fraulicher Reize zwangsläufig Wüstlinge auf den Plan rufen müsse, hat sich nicht bestätigt. Auch das alte Glarner Schabzigermannli, das alljährlich scheu herumblickend durch das Marzili tippelt, war, seinem Gesichtsausdruck zu schliessen, mit den dortigen Zuständen im reinen.
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