Jahreswerte |  | 21.6º C | 16.7.2010 | 15:40 |  | 2.7º C | 16.2.2010 | 9:20 | | |
 | Aarehistory | |  | 03.09.2007 | 00.10 Uhr | 14.1 º C |  | 03.09.2005 | 00.10 Uhr | 15.5 º C |  | 03.09.2004 | 00.40 Uhr | 16.5 º C |  | 03.09.2003 | 00.40 Uhr | 15.8 º C |  | 03.09.2002 | 00.55 Uhr | 14.9 º C |  | |
 | Aareschwumm Index | [mehr] |  |  62  |  | Badebedingungen: Erträglich |  | |
 | Ds'Marzili Wätter | [mehr] |  | Vormittag | Nachmittag | Abend |  |  |  |   |  | 14º C | 21º C | 18º C | | |
 | D'Bärner Luft | [mehr] |  | Luft | 16.3 º C |  |  | Ozon | 3.9 µg/m3 |  |  | Regen | Nein |  |  | |
 | Abfluss/Pegel | [mehr] |  | Abflussmenge | 197.86 m3/s |  | Pegel | 502.63 m.ü.M |  | |
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| Marzili damals | | Akademische Badeanstalt, ein Text von Peter Gygax (10926 mal gelesen) | | Im Jahr 1822 wurde in Bern mit der akademischen Badeanstalt, nach dem Froschenweiher in der ehemaligen Giesse, ein zweites künstliches Schwimmbecken eröffnet. In der Literatur wird es oft als das dritte Europas aufgeführt, nach denjenigen von Berlin und Hamburg.
An dieses Bad erinnern sich bestimmt noch viele, es bestand nämlich bis 1957. Die Anstrengungen um die Erstellung dieser Anstalt gehen auf das Jahr 1820 zurück. Damals versuchte Phokion Heinrich Clias - ein illustrer Auslandschweizer, der sich grosse Verdienste um die sportliche Erziehung der Berner Jugend erwarb der Schwimmschule eine geeignete Badegelegenheit zu verschaffen. Erste Vorstösse im Bereich des Bubenseelis scheiterten, weil sich das benötigte Land in Privatbesitz befand. Deshalb versuchte Clias seine Projekte auf dem Holzlagerplatz unterzubringen. Mit Hilfe der akademischen Kuratel gelang es ihm, mannigfaltige Hindernisse zu überwinden und das Vorhaben zu verwirklichen. Die Anstalt wurde durch eine Aktiengesellschaft gebaut, an der die Stadt beteiligt war. Die Eröffnung erfolgte auf die Badesaison 1822. Das Bad bestand aus einem ovalen Becken, das durch einen
| | kleinen Kanal mit der Aare kommunizierte. Die Garderoben waren in der bogenförmigen Säulenhalle untergebracht. Der Badeaufseher verfügte zur Hilfeleistung über einen Kahn. Das Bad stand Frauen und Männern nie gleichzeitig zur Verfügung. Ausserhalb des Schulbadens konnten Mädchen nur in Begleitung der Mutter, Knaben mit dem Vater baden gehen. Ein Stundenplan regelte die Benützung durch die verschiedenen Gruppen. Der Ausdruck akademisch im Namen assoziiert etwas Ständisches, und das muss der Anstalt, zumindest in den Anfängen, auch innegewohnt haben. Aufgrund der Eintrittspreise stand sie im Ruf, ein Bad für die Schülerlnnen der höheren Schulen sowie für Frauen und Männer aus bemittelten Kreisen zu sein. Die Minderbemittelten und die übrigen Schulen benutzten die kostenlos zur Verfügung stehenden Badeplätze an der inneren Aare. Der Bade- oder Froscheweiher, wie man ihn bald nannte, lag am westlichen Brukkenkopf der Dalmazibrücke, er bestand 133 Jahre, 1955 wurde der Betrieb eingestellt. Zwei Jahre später füllte die Stadt das Bassin auf und errichtete die heute dort bestehende Grünanlage.
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