| Spitz und Bueber, das sind die beiden Bezeichnungen aus alten Marzilizeiten, die am stärksten in den aktuellen Badebetrieb einwirken. Dabei ist die Bezeichnung "Spitz" reichlich unpräzis; Bis zu ihrer Korrektur in den Jahren 1810 bis 1850 wies die Aare zwischen Thun und Bern rund 50 Inseln auf, und alle hatten ihren Spitz. So nannte man früher auch die Partie der Matteinsel am Schwellenende. Dort befand sich eines der ältesten Bäder der Stadt, das Bad am Spitz. Der Spitz war an jeder Aareinsel, die man bewirtschaften wollte, die entscheidende Stelle. Nur eine gute Befestigung des Spitzes versprach Erfolg im Kampf gegen die Ufererosion, nur so liessen sich die Auflandungen vergrössern. Der Unterhalt von Spitz, Schwellen und sonstigen Flussverbauungen war früher Sache der Lehensnehmer und späteren Besitzer. Eine kleine lllustration aus dem Jahre 1714 (Schellhammer, Stadtbibliothek Mss. Hist. Helv.l,45):
| | "... der Spitz sei sehr stark mit grossen harten Felsenstuken vest und hoch verwahret gewesen. Kam dieser wütende und mit sehr tieffen Flutten daher brausende Strom dermassen entsetzlich hier anzustürmen, dass diser vest und starke Egken nit nur samt den Holtzeren gesunken und weggerissen, sondern noch eine halbe Jucharten Herd und gut Mattland samt Beüm und Stauden weggespühlet worden."
Die Spuren des geschilderten Unwetters sind in Rüdigers Plan, aus dem Jahre 1721, dargestellt. Wie es am Spitz früher aussah beziehungsweise zuqing, zeigen die Abbildungen auf denen der Rechen und die Schleuse zu sehen, mit deren Hilfe der Bademeister des Frauenbades, er war als "Nächstresidierender" dafür zuständig, die Durchflussmenge und damit den Wasserstand, aber auch die Verschmutzung beeinflussen konnte. Dieser Rechen, der den Badenden 65 Jahre lang als Brücke diente, wurde übrigens 1905 gebaut. |