Jahreswerte |  | 21.6º C | 16.7.2010 | 15:40 |  | 2.7º C | 16.2.2010 | 9:20 | | |
 | Aarehistory | |  | 03.09.2007 | 00.10 Uhr | 14.1 º C |  | 03.09.2005 | 00.10 Uhr | 15.5 º C |  | 03.09.2004 | 00.40 Uhr | 16.5 º C |  | 03.09.2003 | 00.40 Uhr | 15.8 º C |  | 03.09.2002 | 00.55 Uhr | 14.9 º C |  | |
 | Aareschwumm Index | [mehr] |  |  62  |  | Badebedingungen: Erträglich |  | |
 | Ds'Marzili Wätter | [mehr] |  | Vormittag | Nachmittag | Abend |  |  |  |   |  | 14º C | 21º C | 18º C | | |
 | D'Bärner Luft | [mehr] |  | Luft | 16.3 º C |  |  | Ozon | 3.9 µg/m3 |  |  | Regen | Nein |  |  | |
 | Abfluss/Pegel | [mehr] |  | Abflussmenge | 197.86 m3/s |  | Pegel | 502.63 m.ü.M |  | |
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| Marzili damals | | Aareschwimmen, ein Text von Peter Gygax (21474 mal gelesen) | | Im Frühling, so um Pfingsten, beim ersten Schwumm ist das Flussbett randvoll. Die Aare fliesst so schnell, dass man fast befürchten muss, in den Kurven hinausgetragen zu werden. Der Fluss der Flusse (zumindest fur Bernerlnnen) führt jetzt 200 bis 250m'Wasser pro Sekunde und fliesst mit einer Geschwindigkeit von 3 bis 3,5 Sekundenmeter. Ganz anders der letzte Schwumm im Oktober; die Aare führt nun nach 70 bis 100 m" Wasser bei einer Geschwindigkeit von 1,0 bis 1,5 m/s. Jetzt benötigt man für die gleiche Strecke dreimal länger, ausserdem muss man aufpassen, dass man Knie und Ellenbogen am Grund nicht wundschlägt. Die Wasseroberfläche ist dunkel und glatt wie die eines Sees.
Ein winterlicher Spaziergang am Aareufer offenbart dem Flussschwimmer manches Geheimnis der reissenden Sommerströmung. Die Geschiebebänke an der Innenseite der Flussbiegungen liegen nun frei und laden ein zum Suchen von flachen Steinen, die sich zum Schiefern eignen. Die abgerutschten Betonblöcke der Uferverbauungen und die Untiefen sind sichtbar. Sie sind es, die im Sommer die Wirbel und Widerwasser verursachen. Zum Aarelauf gehören auch die Ufervegetation und die Wege. Auf der meistbe gangenen beziehungsweise meistbeschwommenen Flussstrecke zwischen Marzili und Eichholz sind die Uferwege seit 1947 beidseitig asphaltiert. Wer das nicht schätzt, dem sei ein Schwumm ober- oder unterhalb der Stadt oder ein Klagebrief an die Baudirektion empfohlen.
Apropos Aare unterhalb der Stadt: Sind Sie schon einmal vom Schwellen- zum Zehndermätteli geschwommen? Wenn nicht, sollten sie es unbedingt im nächsten Juli oder August tun, wenn die Wassertemperatur 20 Grad oder mehr | | beträgt. Die Aare ist in den Windungen der Engehalbinsel fast so ursprünglich und schon wie die Oberaare im Haslital. Ein Geheimtip, den Sie unbedingt für sich behalten sollten, ist der folgende: Man klemme Badehose und Tuechli unter den Arm und besteige den Bremgartenbus. Bei der Haltestelle Fahrstrasse wird ausgestiegen, um am rechten Ufer unter der Brücke, es gibt hier sogar eine behindertengerechte Toilette und eine Dusche, die Kleider zu deponieren. Nach 150 m Fussmarsch auf einem Kiesweg folgen 100 m Tunnel. Sie befinden sich nun schon vis-a-vis vom Zehndermätteli und haben einen Schwumm von 2 km vor sich! Die Aareschlaufe macht's möglich: Mit 250 m Gehen können Sie eine Strekke schwimmen, die der vom Eichholz ins Marzili entspricht! Und dies in einer traumhaften Landschaft.
Eine ausschweifende Schilderung der Vorzüge des Aareschwimmens erübrigt sich; die meisten kennen sie wohl aus eigener Erfahrung. Ein Beispiel davon, wie sehr es die sonst eher zurückhaltenden und wortkargen Bernerlnnen aus der Reserve lockt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Eine Dame und ein Herr mittleren Alters, die sich offensichtlich nicht kennen, steigen an einem schönen Augustmontag bei 20 Grad Wassertemperatur im Eichholz zufällig miteinander in die Fluten. Sie schwimmen, vorerst wie es sich gehört, wortlos, dafür Zuversicht und Freude strahlend, nebeneinander die Aare hinunter. Bereits unter der Monbijoubrücke lässt er sich zu einem spontanen Gefühlsausbruch hinreissen und bemerkt zu seiner Mitschwimmerin: "Das isch ds Höchscht". Sie repliziert nicht minder spontan "ds Zäni" ; darauf schliesst er den Dialog mit "u das zmitts ir Stadt i suberem Wasser" ab.
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