Jahreswerte |  | 21.6º C | 16.7.2010 | 15:40 |  | 2.7º C | 16.2.2010 | 9:20 | | |
 | Aarehistory | |  | 03.09.2007 | 00.10 Uhr | 14.1 º C |  | 03.09.2005 | 00.10 Uhr | 15.5 º C |  | 03.09.2004 | 00.40 Uhr | 16.5 º C |  | 03.09.2003 | 00.40 Uhr | 15.8 º C |  | 03.09.2002 | 00.55 Uhr | 14.9 º C |  | |
 | Aareschwumm Index | [mehr] |  |  62  |  | Badebedingungen: Erträglich |  | |
 | Ds'Marzili Wätter | [mehr] |  | Vormittag | Nachmittag | Abend |  |  |  |   |  | 14º C | 21º C | 18º C | | |
 | D'Bärner Luft | [mehr] |  | Luft | 16.3 º C |  |  | Ozon | 3.9 µg/m3 |  |  | Regen | Nein |  |  | |
 | Abfluss/Pegel | [mehr] |  | Abflussmenge | 197.86 m3/s |  | Pegel | 502.63 m.ü.M |  | |
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| Marzili damals | | Familienbad, ein Text von Peter Gygax (5538 mal gelesen) | | Die Geschichte der Badeanstalten im Marzili beginnt mit einem Studenten- und einem Buebebad. Später kamen, vorerst auf privater Basis, ein Männer-, Waisen-, Frauen- und ein Mädchenbad dazu. Für alle Bevölkerungsgruppen und -schichten wurden Badegelegenheiten geschaffen, nur für Familien wurde lange Zeit nichts vorgekehrt. Der Begriff des Familienbades taucht erstmals um die Jahrhundertwende, in Zusammenhang mit Baderweiterungsplänen, auf. Er belegt, dass das Fehlen einer gemeinsamen Badegelegenheit für beide Geschlechter damals als Unzulänglichkeit empfunden wurde. Wann genau sie behoben werden konnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Aufgrund einer Interpretation der ältesten Fotos und des Umstandes, dass sie etwas später als Teil des Männerbades erwähnt wird, nehme ich an, dass die 1866 mit dem Erwerb der unteren Inselhälfte in Stadtbesitz gelangte private Flussbadeanstalt vorerst kein öffentliches Familienbad war. Frauen durften sich dort nur vorübergehend - zu m Baden in der Aare - aufhalten.
Ein noch nicht benötigter Teil der erworbenen Parzelle wurde von 1900 bis 1906 der Gesellschaft für Naturheilkunde zur Verfügung gestellt. Sie errichtete und betrieb dort das Licht-, Luft- und Sonnenbad. 1906 erwarb die Stadt alle Einrichtungen für Fr. 6 000.- und schlug sie, samt den vorhandenen Sporteinrichtungen, ebenfalls dem Männerbad zu. Ein Teil der 1895 erworbenen oberen Inselhälfte wird in einem Text in der "Berner Woche" von 1923 als Familienbad erwähnt. | | Anfänglich hatte diese Fläche keinen direkten Wasseranstoss, zum Baden musste man/frau sich entweder via Männerbad in die offene Aare oder (hier natürlich nur frau) via Frauenbad in den Lauf begeben. Die Erweiterung von 1930 brachte dem Familienbad den direkten Kontakt zur Aare. Durch die Vergrösserurrg der Garderoben und die Erstellung eines Restaurationsbetriebes wurde das Familienbad zum eigentlichen Zentrum innerhalb der drei Badeanstalten im Marzili.
Gemeinsame Bademöglichkeiten brachte, wenn wir einmal von der für kleine Kinder ungeeigneten offenen Aare absehen, erst die Aufhebung der Unterteilungen, die 1956 im Bueber einsetzte und in den Jahren 1968 bis 1970, anlässlich der Umgestaltung des ganzen Bades, auch das Frauenbad erfasste. Damals wurde das ganze Areal, mit Ausnahme des Paradisli und je einem nicht speziell abgetrennten Ruheplatz für Frauen und Männer, dem Familienbad einverleibt und damit die bisherige Geschlechtertrennung aufgehoben. Das bestehende Marzilibad ist also aus dem durch Bueber und Mojeler ergänzten Famer hervorgegangen. Trotzdem heute der Löwenanteil der Besucherlnnen aus Einzelpersonen und nichtfamiliären Gruppen besteht, hält sich der Begriff Familienbad hartnäckig. Mindestens für die Stammgäste stimmt er ja auch: Sie fühlen sich als Teil der grossen Marzilifamilie.
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