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  Wassertemperatur der Aare
   2.9.2010 | 23:40 Uhr
15.4º CDie Wassertemperatur sinkt
                                
Das Bundeshaus einmal marzili - immer marzili Die Aare aus der Luft Der Ausstieg im Marzili

Jahreswerte
 21.6º C16.7.201015:40  
 2.7º C16.2.20109:20  
 
Aarehistory 
03.09.200700.10 Uhr14.1 º C
03.09.200500.10 Uhr15.5 º C
03.09.200400.40 Uhr16.5 º C
03.09.200300.40 Uhr15.8 º C
03.09.200200.55 Uhr14.9 º C
 
Aareschwumm Index[mehr]
   62  
Badebedingungen: Erträglich
 
Ds'Marzili Wätter[mehr]
VormittagNachmittagAbend
14º C21º C18º C
 
D'Bärner Luft[mehr]
Luft 16.3 º C
Ozon3.9 µg/m3
RegenNein
 
Abfluss/Pegel[mehr]
Abflussmenge197.86 m3/s
Pegel502.63 m.ü.M
 
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Marzili damals
Chäschüechli, ein Text von Peter Gygax (5992 mal gelesen)
Für Leute, die mit Zwiebelkuchen nicht viel anfangen können, gehören sie an dessen Statt zum Zibelemärit. Bei andern Bernerlnnen kommen sie, jedenfalls im Sommer, einmal wöchentlich auf die Mittagspritsche, genauso wie der Früchtekuchen (zum Beispiel der mit Eiweissschaum überbackene Meertrübelikuchen), die Bratwurst vom Grill oder der Salatteller (Preis nach Gewicht). Das Mittagsbad war schon vor siebzig oder achtzig Jahren eine bernische Besonderheit; je grösser die Sommerhitze, desto mehr Leute begaben sich dazu ins Marzili. Sie verzichteten auf ein ordentliches Mittagessen und begnügten sich mit einem einfachen Lunch, um so in den Genuss eines kühlenden Aarebades zu kommen. Genau so ist es bis heute geblieben, und in der Zwischenzeit hat man auch andernorts gemerkt, wie erholsam das ist. Der einzige nennenswerte Nachteil, der damit verbunden ist, bleibt der fast unmenschliche Effort, sich nach Schwumm und Lunch wieder zur Arbeit zu begeben. Da kann es schon einmal vorkommen, dass jemand der grossen Versuchung erliegt und an einem Hitzenachmittag "chlemmt". Weil dem so ist, nicht dem Chlemmen,  sondern dem Picknicken im Bad, kam der Mittagsverpflegung schon immer grosse Bedeutung zu. Der erste öffentliche Restaurationsbetrieb im Marzili wurde im 1928 vom Architekten Hans Beyeler erbauten Familienbadwärterhaus eingerichtet. Im Bueber und Mojeler, um in der Terminologie der dreissiger Jahre zu bleiben, bestanden bis zur Aufstockung der beiden Wohnhäuser keine eigentlichen Verkaufsstellen für Speisen und Getränke. Da die entsprechende Nachfrage auch dort vorhanden war, reagierten die mitarbeitenden Frauen der Badewärter mit der Ausgabe von Suppe und Wurst auf die Situation. Das Ungenügen der bisherigen Restaurationsbetriebe war in den sechziger Jahren mit ein Argument für die Aufgabe der Abteilungen und die Zuschüttung des Laufes und führte zum zentralen Neubau, dem heutigen Badrestaurant. Ohne Bachmanns, sie betreiben den Chäslade an der Marzilistrasse, den Frauen vom Marzililädeli, Fürsts oder den im Badrestaurant Engagierten nahetreten zu wollen, vermute ich, dass in den ehemaligen Frässbedli im Marzili das Kulinarische einen höheren Stellenwert hatte, als dies im heutigen Badbetrieb der Fall ist.
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