Jahreswerte |  | 21.6º C | 16.7.2010 | 15:40 |  | 2.7º C | 16.2.2010 | 9:20 | | |
 | Aarehistory | |  | 03.09.2007 | 00.10 Uhr | 14.1 º C |  | 03.09.2005 | 00.10 Uhr | 15.5 º C |  | 03.09.2004 | 00.40 Uhr | 16.5 º C |  | 03.09.2003 | 00.40 Uhr | 15.8 º C |  | 03.09.2002 | 00.55 Uhr | 14.9 º C |  | |
 | Aareschwumm Index | [mehr] |  |  62  |  | Badebedingungen: Erträglich |  | |
 | Ds'Marzili Wätter | [mehr] |  | Vormittag | Nachmittag | Abend |  |  |  |   |  | 14º C | 21º C | 18º C | | |
 | D'Bärner Luft | [mehr] |  | Luft | 16.3 º C |  |  | Ozon | 3.9 µg/m3 |  |  | Regen | Nein |  |  | |
 | Abfluss/Pegel | [mehr] |  | Abflussmenge | 197.86 m3/s |  | Pegel | 502.63 m.ü.M |  | |
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| Marzili damals | | Aarelauf, ein Text von Peter Gygax (13428 mal gelesen) | | Der heutige Aarelauf zwischen Thun und Bern ist über weite Strecken ein künstlicher Kanal, der mehr oder weniger willkürlich in das breite Bett des früher mäandrierenden Flusses gelegt wurde.
Die alten Schilderungen des Kampfes gegen Überschwemmungen, Auflandungen, Ufererosion und Versumpfung erinnern an Don Quichottes Kampf gegen die Windmühlen, so erfolglos waren sie während Jahrhunderten. Erst mit der Einleitung der Kander in den Thunersee im Jahre 1714 gelang ein wirksamer Schritt zur Flussregulierung. Nun ergossen sich Simme und Kander aus einem Einzugsgebiet, das mit 1160 km' genau gleich gross ist wie dasjenige der Aare bis Interlaken, vorerst in den Thunersee. Da aber versäumt worden war, den Seeausfluss und den flussabwärts liegenden Aarelauf der neuen Lage anzupassen, entstanden am Thunersee sofort neue, teilweise dramatische Überschwemmungsprobleme.
1812 wurden auf Anregung des grossherzogisch-badischen Wasserbaumeisters, Major Tulla, zwischen Thun und Bern zwölf Pegelmessstationen eingerichtet. Damit liessen sich zum erstenmal zuverlässige hydrographische Daten erheben. 1826 erfolgte die erste genaue Vermessung des Langenprofils der Aare. Gestützt darauf wurde, unter Beizug | | Tullas, ein Plan zur Korrektion des Flusslaufes in sechs Etappen erstellt und zwischen 1812 und 1850 mit Rückschlagen und Unterbrüchen realisiert. Diese waren weitgehend auf die politischen Wirren zurückzuführen, welche in dieser Zeit Bern und die Eidgenossenschaft erschüttert haben.
Da die Arbeiten langsamer voranschritten als die natürliche Veränderung des Flusses, musste der Plan laufend angepasst werden. Das Resultat dieser Bemühungen ist bis heute wirksam geblieben: Die Spiegel der Oberlandseen wurden um zirka 1,5 m abgesenkt, der sukzessive kanalisierte Aarelauf frass sich ungefähr 2 m in das Erdreich ein. Damit war die ärgste Überschwemmungsgefahr gebannt; die seither erzielten Verbesserungen verdanken wir den Stauseen im Oberhasli und einer immer raffinierter werdenden Abflussmengenregulierung. Vor allem in diesem Bereich wurden enorme Fortschritte erzielt. Sie sind auf die automatisierte und zwischen Thuner- und Brienzersee koordinierte Schleusenbedienung zurückzuführen. In welchem Mass sich die Uferstrecke um das Marzili verändert hat, zeigt ein Vergleich alter und neuer Fotografien, den Sie anhand von Bildmaterial auf www.aaremarzili.info machen können.
Wenngleich einen beim Betrachten der alten Darstellungen eine leise Wehmut beschleicht, ist der heutige Zustand nicht zu verachten und die Aare nach unserem Empfinden ein naturnah angelegter Fluss. | |
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